Haus mitten im Wald
Wie ein von Bäumen und Wiesen umgebener Felsen steht diese kompakte Villa mitten im Wald – an Stelle eines baufälligen Altbestands.

Das Gebäude nutzt die Topografie des Grundstücks und erschließt sich über zwei Eingänge auf unterschiedlichen Niveaus: Im Osten befinden sich die Zufahrt sowie der Hauptzugang, während das obergeschossige Wohngeschoss nach Westen direkt schwellenlos in den Garten führt.

Geborgenheit und Naturverbundenheit: Zwischen zwei massiven Betonwandscheiben und Massivholzdecken vereint das Haus zwei Qualitäten: ein Gefühl geschützter Geborgenheit und die maximale Öffnung zur umgebenden Natur. Ein zweigeschossiger Stiegenraum verbindet die beiden Ebenen miteinander. Im Außenraum spannen Natursteinwände ein differenziertes Ensemble aus großzügigen Terrassen, Hochbeeten und geschützten Brüstungen auf.

Nachhaltigkeit & Kreislaufgedanke: Das Energiekonzept setzt auf Sonne und Holzabfälle. Der erzeugte Energieüberschuss wird direkt vom benachbarten Betrieb des Bauherrn genutzt. Auch beim Material wurde der regionale Kreislauf gedoppelt: Verbaut wurde unter anderem das Holz des angrenzenden eigenen Waldes.

Ein persönliches Werk: Der 10-jährige Prozess von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Fertigstellung war von großer Tiefe und Intensität geprägt. Das Ergebnis ist ein hochpersönliches Haus, in dem zahlreiche Sehnsüchte, Wünsche und viel handwerkliche Eigenleistung des Bauherrn stecken.

Mitarbeit: Andreas Kleboth, Christian Schnaitl, Stefan Milenkovic

Statik: Wolfang Zauner, Bauplan-Service GmbH

Fotos: David Schreyer