Wohnhaus Kaplanhofstraße

Freundlich und elegant präsentiert sich der neue Baukörper in Hoflage zwischen der Generaldirektion der Oberösterreichischen Versicherung (1974) und einer historischen Villa. Der Zugang von der Gruberstraßen-Allee, etwas versteckt, macht aber mit einer inspirierenden Fassade auf sich aufmerksam, so werden Bewohner und Besucher eingeladen näherzutreten.

In Bezug auf die umliegenden Nachbarn, nimmt der Wohnbau eine Sonderstellung ein. Bis auf die südseitige Villa bilden alle anderen Nachbargebäude einen Blockrand, wodurch eine eindeutige Hofsituation entsteht.

Der Körper wird zum einen durch einen 1,5 geschossigen Sockel und einem starken Raster, zum anderen durch 3 verschiedene Gestaltungselemente gegliedert: der Erker, die Loggia, der Balkon. Es sind keine Addons, sondern eher eine Verformung der Baumasse. Wie aus einem Guss stülpt sich hier der Innenraum nach Außen und präsentiert sich der Stadt. Die abgerundeten Ecken und die im Süden und im Westen stärker auskragenden Balkone betonen die plastische Gestalt des Bauvolumens.

Mitarbeit: Stefan Sterlich, Barbara Kaufmann